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Inklusive Region Coburg
„Multiprofessionelle – Mobile – Hilfe – Regional – Inklusiv – Teamorientiert – Zielgerichtet“ – so will das MOHRITZ-Team künftig die Bildungseinrichtungen im Coburger Land unterstützen. MOHRITZ steht für Fachkräfte unterschiedlicher Disziplinen mit einem gemeinsamen Ziel: Kinder und Jugendliche mit vielfältigen Bedarfen gezielt zu begleiten und ihnen inklusive Bildungswege zu ermöglichen. Zentrale Anlaufstelle ist das neu eröffnete MOHRITZ-Büro in der Weitramsdorfer Hermann-Grosch-Schule.
Mit der offiziellen Anerkennung der Region Coburg als Inklusive Region wurde im vergangenen Jahr ein wichtiger Meilenstein für mehr Teilhabe in der Bildungslandschaft gesetzt. Nun folgt der nächste Schritt: Das MOHRITZ-Team hat seine Arbeit aufgenommen und stärkt künftig die inklusive Förderung von Kindern und Jugendlichen in Stadt und Landkreis Coburg.
Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung wurde das Team erstmals öffentlich vorgestellt. Viele Akteure aus der Bildungsregion haben die Gelegenheit genutzt, Einblicke in Konzept und Arbeitsweise zu gewinnen und die neuen Büroräume kennenzulernen. Die Veranstaltung setzte damit einen wichtigen Impuls für die weitere Entwicklung der inklusiven Bildungslandschaft in der Region.
Mit dem MOHRITZ-Team beschreitet die Region Coburg einen innovativen Weg, der bundesweit Beachtung finden könnte. Aufbauend auf dem Konzept des Mobilen Unterstützungsteams aus dem Schulamt Rhön-Grabfeld wurde die Idee zu einer festen Struktur mit eigenem Standort weiterentwickelt. „Im Fokus steht die enge Zusammenarbeit verschiedener Professionen, um mit Kreativität und pädagogischem Mut auf die steigenden Anforderungen in Kitas und Schulen zu reagieren“ – dafür stehen Doreen Rottmann vom Bildungsbüro des Landkreises Coburg und Tina Pohl von Stabsstelle „Demografie, Bildung & Familie“ der Stadt Coburg. Sie haben die Eröffnung des Büros innerhalb der Bildungsregion Coburg begleitet und betreuen dieses Projekt auch weiterhin.
Das Team um Anja Pschirrer-Merzbacher versteht sich als ergänzender Partner bestehender Hilfesysteme. Es unterstützt Bildungseinrichtungen dabei, auch in herausfordernden Situationen tragfähige Lösungen für Kinder und Jugendliche zu entwickeln. Martin Stingl, stellvertretender Landrat, zeigte sich überzeugt: „Durch die Kooperation unterschiedlicher Fachrichtungen werden passgenaue, nachhaltige Lösungen möglich. So können wir gezielt die Kinder und Jugendlichen stärken, die besondere Unterstützung brauchen. Gut für die jungen Menschen, gut für unsere Region.“
Can Aydin, Zweiter Bürgermeister der Stadt Coburg, hob das Alleinstellungsmerkmal des Konzepts hervor: „MOHRITZ arbeitet bedarfsgerecht und schulartenübergreifend. So stellen wir sicher, dass alle Kinder und Jugendlichen die Chance haben, ihren Bildungsweg erfolgreich zu beschreiten.“
Gisela Rohde, Fachliche Leiterin der Staatlichen Schulämter Coburg, zeigte sich dankbar für die Initiative, die Inklusion als gesellschaftlich wichtiges Thema zu stärken: „Es ist ein starkes Zeichen, dass die lokale Politik hier nicht nur Begleiter, sondern eine treibende Kraft beim MOHRITZ-Projekt war.“
Die Eröffnung des zentralen Büros in Weitramsdorf wäre ohne externe Unterstützung nicht möglich gewesen. Bürgermeister Hans Steinfelder zeigte sich von Beginn an überzeugt von der Idee: „Wir wissen, welche wichtige Arbeit hier geleistet wird. Deshalb haben wir dem Team gerne Büroräume inklusive Ausstattung zur Verfügung gestellt.“ Auch die Adalbert-Raps-Stiftung fördert die technische Ausstattung. Von Seiten der Stiftung heißt es: „Das Projekt unterstützt Kinder und Jugendliche in herausfordernden Lebens- und Bildungssituationen niedrigschwellig und direkt vor Ort und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Teilhabe und Chancengerechtigkeit in der Region.“

Bei der Eröffnung des MOHRITZ-Büros in Weitramsdorf: (von links) Hans Steinfelder, Katrin Kühne, Anja Pschirrer-Merzbacher, Anja Weber, Doreen Rottmann, Tina Pohl, Martin Stingl, Christian Neundörfer, Bianca Haischberger, Can Aydin und Gisela Rohde.
Foto: Bildungsregion Coburg / Berthold Köhler

